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Interview Kiprov

„Jeder hat das Recht, schön und attraktiv zu sein“

Im Gespräch mit Dr. Hajnal Kiprov, einer der führenden österreichischen Fachärztinnen für ästhetische Dermatologie.

Frau DR. H. KIPROV, Sie sind „Fachärztin für ästhetische Dermatologie“ – was steckt hinter diesem Begriff?

Man könnte das, was ich tue auch als „Schönheitsmedizin“ umschreiben, ich definiere meinen Arbeitsbereich auch gerne so, daß ich Frauen – und natürlich auch Männern – als Medizinerin dabei helfe, ihre persönliche Lebensqualität zu steigern. Die meisten meiner Patienten kommen, um sich selber wieder lieben zu lernen, oder sich neu zu verlieben. Wenn ich ihnen dabei helfen kann, umso besser.

Wie wichtig sind denn Äußerlichkeiten ihrer Meinung nach?

Ich gehe von einem ganzheitlichen Ansatz aus – der Körper als Hülle unseres Geistes, unserer Seele. Wer sich „in seiner Haut nicht wohlfühlt“ hat ja auch oft seelische Probleme und umgekehrt. Ich rate jedem meiner Patienten davon ab, sich in einen anderen Typ verwandeln zu lassen. Aber jede Frau, jeder Mann, hat das Recht, schön zu sein und schön zu bleiben. Die Lebensdauer ist heute 40 Jahre länger, als noch vor hundert Jahren – ganz klar, daß da auch der Wunsch da ist, länger attraktiv zu bleiben. Das ist einfach Teil des Lebensglückes und hat gar nichts mit Oberflächlichkeit zu tun.

 

Wie definieren Sie als Fachärztin für kosmetische Medizin Schönheit?

Ich empfinde Menschen erst dann schön, wenn auch ein Charakter dahinter steckt. Es gibt Menschen, die sind perfekt gestylt und vordergründig „schön“ aber trotzdem unglücklich, weil sie von einer negativen Aura umgeben sind. Mir ist es wichtig, bei einer Frau die natürliche Schönheit, die schon einmal da war, wieder hervorzubringen.

Warum kommen denn so viele Frauen zu Ihnen?

Ich denke, es gibt im Leben jeder Frau – und das gilt auch für viele Männer – Momente, wo sie sich einfach nicht gefällt. Dabei geht es aber oft um Probleme ganz anderer Art. Wenn eine Mann seiner Frau jahrelang nicht sagt, daß er sie attraktiv findet, so schlägt sich das im Kopf der Frau nieder. Sie beginnt sich als häßliches Entlein zu fühlen, obwohl sie es gar nicht ist. Wenn diese Frauen zu mir kommen, fangen sie endlich wieder an, sich selbst zu lieben. Mit Fettabsaugung und Faltenunterspritzung allein ist es ja nicht getan. Ich versuche mental wieder aufzubauen. Das führt zu innerer Sicherheit und Ausstrahlung.

Kosmetische Medizin ist immer noch mit vielen Vorurteilen belastet, Stichwort „Gesundheitsrisiko“ – warum ist das so?

Das hat vor allem mit Unwissenheit zu tun. Ästhetische Dermatologie ist ja ganz was anderes, als plastische Schönheitschirurgie. Die sanften Methoden sind in der kosmetischen Medizin in den letzten Jahren geradezu explodiert – bei mir wird ja nicht „operiert“- fast alle Eingriffe erfolgen heute ohne Narkose und Skalpell – also ambulant, schmerzfrei, komplikationslos und binnen weniger Stunden. Ein anderes Vorurteil ist, daß kosmetische Medizin unerschwinglich ist und daher nur für eine ganz kleine Schicht von Menschen in Frage kommt,- wahr ist jedoch vielmehr, dass gerade die modernen Behandlungsformen dazu beigetragen haben Schönheitsmedizin auch leistbar zu machen.

Was sind denn so die typischen Probleme, die in ihrem Institut an Sie herangetragen werden?

Im Vordergrund steht die Behandlung von Problemzonen, wo jede Diät, jede Creme, jedes Training bisher versagt hat und der Wunsch nach weniger Falten. Sehr erfolgreich sind daher unsere Behandlungen gegen Augen- und Stirnfalten, das läßt nahezu jede Patientin machen. Und dann kommen schon Venenbehandlungen, Haarentfernungen, Cellulite und Hautstraffung allgemein.

Wie rücken Sie diesen Problemzonen zu Leibe?

Mit millimetergenauen Absaugungen kann man ganz bestimmte Probleme, wie eine Reiterhose, eine zugewachsene Taille, dicke Fessel, dicke Knie, aber auch ein Doppelkinn gezielt modellieren. Eine Absaugung macht also nicht Dicke dünner, sondern ist ein dauerhaft wirksamer Weg, um seinen Körper zu gestalten.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nein, wir arbeiten mit der weltweit erfolgreichen Tumeszenzanästhesie, die ist sehr gewebeschonend und dauert nicht sehr lange. Außer einigen blauen Flecken, die bald wieder vergehen, gibt es keine größeren Unannehmlichkeiten. Die Scheu von einer derartigen Behandlung ist also unbegründet.

Themenwechsel – was können Sie uns über den Menschen Hajnal Kiprov erzählen?

Ich bin ein sehr neugieriger, offener Mensch. In meiner Freizeit spontan, im Beruf genau und verantwortungsbewußt bis zum äußersten. Ich habe zwei entzückende Kinder großgezogen und übe den Beruf aus, den ich immer wollte. So gesehen habe ich mir meinen Lebenstraum erfüllt.

War es Ihr Lebenstraum Dermatologin zu werden?

Ja, ich wollte schon immer Medizin studieren und habe dann, nach dem Studium, eine Stelle auf der Dermatologie im AKH bekommen von der es geheißen hat „Die bekommt nie eine Frau“. Ich hatte das Glück, dort einen großen Lehrmeister zu haben, der hat mich sehr geprägt.

Hajnal ist ja ein sehr außergewöhnlicher Vorname…

Ich bin sehr multikulturell aufgewachsen. Mein Vater war ungarischer Pilot, der nach dem Krieg über Umwege nach Kärnten kam. Ich selbst bin kurz nach Kriegsende schon in Klagenfurt auf die Welt gekommen, hab in Wien und in den USA studiert und einen bulgarischen Röntgenologen geheiratet (lacht) – eine typische Wienerin sozusagen.

Wie schöpfen Sie abseits des Berufes Kraft?

Ich laufe gerne, aber nicht aus sportlichen Gründen. Die Momente in der Natur tun meiner Seele gut. Außerdem liebe ich die Bäume. Ich unterhalte mich sogar mit ihnen. Ich gehe also gerne in den Wald – und in die Oper! Ich schwärme für Verdi, Nabucco, Mozart und Don Giovanni. Und wenn die Batterien leer sind, lege ich mich einfach hin und mache so lange nichts, bis ich wieder bei Kräften bin.

Zum Schluß noch eine ganz persönliche Frage: Behandeln Sie sich auch selbst?

(lacht) Sieht man das nicht? Natürlich probiere ich an mir Behandlungen wie Faltenunterspritzungen und Epilationen aus.

Danke für das Gespräch.